Es ist passiert: Eine Gruppe Japaner hat euch eingeladen um in entspannter Runde dem verantwortungsvollen Alkoholgenuss zu frönen und ihr werdet zum ersten Mal einen Fuß in eine Izakaya setzen. Vielleicht trefft ihr dort auch auf wichtige japanische Geschäftspartner oder eure Angebetete und wollt euch jetzt auf keinen Fall blamieren.

Gerade als Neuling in Japan ist man fast schon dazu verdammt jedes Fettnäpfchen mitzunehmen, das sich einem nur bietet, wie ich bei Touristen oder Freunden aus Deutschland immer wieder schmerzlich mitansehen muss. Oder bei mir selbst, als ich zum ersten Mal nach Japan kam. Um euch die ein oder andere Schmach zu ersparen, zeige ich euch, wie ihr einen Abend in der Izakaya überlebt.

 

1. Regel: Ihr verliert kein Wort über die Izakaya

Das Leben in Japan kann allgemein sehr grau, durchorganisiert und bedrückend sein. Doch die Izakaya bietet für den gestressten Büroangestellten, der stets darauf bedacht ist sich nur von seiner professionellen Seite zu zeigen, einen sicheren Hafen und vergnüglichen Rückzugspunkt.

Wunder dich nicht wenn der Geschäftsführer sich seine Krawatte um den Kopf bindet und auf dem Tisch Lapaloma tanzt. Oder der Buchhalter zu Trinkspielen aufruft oder die Sekretärin betrunken an deiner Schulter einschläft. Das alles ist nur möglich, weil jeder weiß, dass all diese Sachen morgen früh in der Firma bereits vergessen sein werden.

Egal, was also in der Nacht passiert ist, ihr dürft auf keinen Fall darüber reden, geschweige denn andere daran erinnern, was sie letzte Nacht so getrieben haben. Denn damit zerstörst du die sichere Atmosphäre, die eine Izakaya bietet und es wird das letzte Mal sein, dass man euch eingeladen hat.

Was in der Izakaya passiert, bleibt in der Izakaya.

 

2. Regel: Ihr brecht euer Brot mit anderen

Von meinen Mitarbeitern im Restaurant bekomme ich ständig die folgende Frage:

„Warum teilen Ausländer ihr Essen nicht?“

Denn immer dann, wenn eine Gruppe Ausländer eine Izakaya betritt, wissen die Angestellten bereits, dass es gleich sehr stressig wird. Vor allem die Leute in der Küche stöhnen, da gleich ein Berg Arbeit auf sie zukommt.

Denn die meisten Ausländer sind nicht mit der Esskultur Japans oder allgemein Asiens vertraut, wodurch jeder einzelne Gast nur für sich selbst bestellt. Doch Izakaya sind keine Restaurants, die ganze Mahlzeiten anbieten. Jedes Gericht ist grundsätzlich darauf ausgelegt mit anderen geteilt zu werden.

Ausländer wissen das oft nicht und jeder Einzelne bestellt eine Sache für sich selbst, die eigentlich für 2-4 Personen ausgelegt ist. Während also eine japanische Gruppe 3 verschiedene Dinge bestellt und in der Gruppe teilt, bestellt die ausländische Gruppe gerne mal 10 Sachen.

Dadurch sind ausländische Gäste Fluch und Segen zugleich: Ein Fluch deshalb, weil überproportional viel Arbeit ins Haus kommt und ein Segen, weil die Kasse natürlich ordentlich klingelt und die Ausländer 3-mal mehr bezahlen als die Japaner.

In einer ausländischen Gruppe werdet ihr sicher keine Probleme bekommen, wenn ihr euer Essen nicht teilt. In einer gemischten Gruppe aber schon. Wenn ihr da einfach nur etwas für euch – und nur für euch – bestellt, dann kommt das sehr egoistisch rüber und ist auch ziemlich peinlich für die Japaner, weil sie nicht wissen was mit euch abgeht.

Um also nicht negativ aufzufallen und auch euren Geldbeutel nicht überzustrapazieren, bestellt für die Gruppe und teilt das Essen.

 

3. Regel: Bereitet euch auf die Table Charge vor

Als ich das erste Mal in eine Izakaya kam, hatte ich mir vorher genau ausgerechnet, wieviel Geld ich zahlen müsste für den Abend. Denn ich war ein armer Student und ich hatte niemanden in der Gruppe, der so aussah, als wolle er die Rechnung übernehmen.

Als es dann zur Rechnung kam, wunderte ich mich darüber, dass ich und meine Begleiter mehr zahlen mussten als gedacht. Was war passiert?

Bevor das erste Bier kam, wurde uns wortlos und ungefragt eine kleine Schüssel Nudelsalat hingestellt. Ich dachte zuerst, dass sei eine kleine Aufmerksamkeit der Kneipe, doch ich ahnte nicht, dass ich den Salat auch bezahlen musste. Und die winzige Portion hat ganze 4 Euro gekostet!

Ich hatte nicht gewusst, dass dies die Table Charge ist. Wenn man sagt, dass es in Japan kein Trinkgeld gibt, dann ist das nur die halbe Wahrheit. Denn die Table Charge (oder auf Japanisch: Otooshi) ist eine Gebühr, die man über den normalen Rechnungsbetrag zu bezahlen hat, ob man will oder nicht.

Wundert euch also nicht, wenn ihr in der japanischen Kneipe plötzlich ungefragt etwas hingestellt bekommt. Das ist im Grunde eine Art „Trinkgeldersatz“. Rechnet also auf den zu erwartenden Rechnungsbetrag nochmal 300 – 500 Yen hinzu.

 

4. Regel: Hört auf das Offensichtlichste falsch zu machen

Jetzt kommen die Punkte, die man sicherlich von einer Aufzählung japanischer Etiquette erwarten würde. Um meine Leser nicht zu langweilen, fasse ich das Offensichtlichste fix in diesem Punkt zusammen:

Niemals Stäbchen kreuzen. Manchmal ist es verlockend jemanden etwas von Stäbchen zu Stäbchen zu reichen, aber diese Geste ist tabu!

Die einzige Situation, die es erlaubt etwas von Stäbchen zu Stäbchen zu reichen, ist während der Feuerbestattungszeremonie, wenn man die unverbrannten Knochen des Toten mithilfe der Stäbchen von Familienmitglied zu Familienmitglied reicht. Und diese Assoziation werdet ihr wecken, wenn ihr etwas per Stäbchen weitergebt. Aber niemand will beim Essen an verbrannte Leichenteile denken müssen, oder?

Stäbchen werden niemals senkrecht in den Reis gesteckt. Auch diese Geste erinnert an Totenrituale, bei denen man Räucherstäbchen in die Asche steckt, um für die Toten zu beten. Übrigens gilt das für alle langen Gegenstände. Zum Beispiel eine Gabel darf auch niemals senkrecht in ein Kuchenstück gesteckt werden, da damit auch die gleiche Assoziation geweckt wird.

Toilettenpantoffeln bleiben auf der Toilette. Etwas mehr als 99,99 Prozent aller Ausländer haben diesen Faux Pas bereits wenigstens einmal begangen. Doch die separaten Hausschuhe in der Toilette, die man auch in vielen Izakaya finden kann, sollen auch dort bleiben, da sie als extrem verschmutzt gelten.

Damit durch die Gegend zu laufen oder gar bei jemanden durch die Wohnung, fühlt sich für den Japaner so an, als ob jemand mit Straßenschuhen über das Bett läuft. Da man auch in vielen Izakaya auf Bodenmatten sitzt, will niemand das Gefühl haben, zwischen Toilettenbazillen zu hocken.

 

5. Regel: Ihr streitet nicht wegen der Rechnung

Wenn die Rechnung kommt, holen viele Ausländer ihren Abakus aus der Tasche und verrechnen jede einzelne Pommes, die jeder konsumiert hat, um ja sicher zu stellen, dass man selbst nicht zu viel und andere nicht zu wenig bezahlen. Dann fordern sie auch vom Personal, dass jeder getrennt bezahlt, wodurch dem Kellner schnell mal der Kopf raucht.

Doch wie auch beim Essen gilt:

Alles wird geteilt und somit auch die Rechnung. Da die Izakaya keine Mahlzeiten für einzelne, sondern nur kleine Gerichte für die Gruppe anbietet, ist es ohnehin ein Alptraum genau nachzuverfolgen, wer was gegessen hat.

Deshalb wird die Rechnung durch die Anzahl der Gruppenmitglieder geteilt. Das Personal wird aber nicht dabei behilflich sein, wer wie viel zahlen muss, denn für die Izakaya ist nur wichtig, dass der Rechnungsbetrag in der Kassenschale liegt.

Die Gruppe regelt das dann so, dass dann auch vom Rückgeld jeder seinen Teil zurückbekommt, wobei es häufig so ist, dass einige auf das Rückgeld komplett verzichten, da es niemanden auf ein paar Münzen ankommt.

Dabei wird euch sicher auffallen, dass es Momente gibt, in denen ihr rein rechnerisch zu viel bezahlt. Aber es wird auch genauso Momente geben, in denen ihr viel billiger wegkommt.

Wer aber versucht sich auf den exakten Zahlbetrag zu versteifen, kommt schnell als knauserig und egoistisch rüber, weswegen die Gruppe beim nächsten Mal lieber auf eure Teilnahme verzichtet.

Also macht euch nicht wegen ein paar Münzen unbeliebt. Oder macht euch stattdessen lieber extrem beliebt mit folgendem Punkt.

 

6. Regel: Das Alphatier zahlt

Die Frage, wer eigentlich wieviel zu zahlen hat, kommt eigentlich nur dann auf, wenn alle in der Gruppe gewissermaßen auf Augenhöhe sind. Befindet sich aber ein Alphatier in der Gruppe, ist klar, wer zahlt.

Geht man zum Beispiel mit dem Geschäftsführer trinken, steht fest, dass dieser den ganzen Abend finanziert, wodurch sich die Frage nach dem Rechnungsbetrag nicht stellen wird. Denn er hat die höchste Stellung in der Gruppe und verfügt auch über die höchsten finanziellen Mittel. Dieses Prinzip ist natürlich recht offensichtlich. Aber es gibt auch Situationen, die weniger klar sind.

Geht z.B. ein Vollzeitangestellter mit Studenten etwas trinken, wird der Vollzeitangestellte zahlen, da man weiß, dass die Studenten kaum Geld haben. Oft zahlt aber auch derjenige, der alle eingeladen und die Reservierung gemacht hat, da dieser damit über das Preisniveau bestimmt und nicht unbedingt davon ausgehen kann, dass jeder mit den Preisen einverstanden ist.

Um keine Probleme aufkommen zu lassen, zahlt also der Einladende. Oder dieser regelt es so, dass alle nur einen kleinen Betrag dazu geben („gib mir einfach 1000 Yen und gut ist“).

Oder aber, ihr wollt euch ganz besonders beliebt machen und zahlt einfach für die Gruppe. Diese Geste ist nicht umsonst, da ihr einerseits in der Gunst der Gruppe steigt und man euch andererseits diesen Gefallen auf irgendeine Art erwidern wird.

Da die Gruppe in Japan stets höher steht als das Individuum, zeigt ihr, dass ihr das Wohl der anderen über euer eigenes stellt, was verdammt gut ankommt.

Vorsicht ist nur geboten, wenn sich ein hohes Alphatier, wie zum Beispiel der Chef, in der Gruppe befindet, da dieser seinen Anspruch auf das Zahlen sicherlich geltend machen will.

Hier darauf zu bestehen zu zahlen, könnte dann wiederum als seltsam oder gar als Beleidigung aufgefasst werden. Um keine Probleme aufkommen zu lassen versucht ihr nur dann zu zahlen, wenn sich alle mehr oder minder auf der selben Stufe befinden.

Und wenn ihr euch nicht sicher seid, ob jemand anderes vielleicht die Rechnung übernehmen wird, dann holt ihr mit Blick auf den Beleg einfach langsam eure Brieftasche raus und beginnt gemächlich darin herumzukramen. Das Alphatier wird schnell auf diese Geste aufmerksam und wird euch zu verstehen geben, dass ihr nichts zahlen müsst.

 

7. Regel: Trinkgeld ist eine grobe Beleidigung

Nach dem ganzen leckeren Essen und gutem Service ist man gleich umso mehr geneigt, der freundlichen Bedienung ein kleines Taschengeld zuzustecken. Doch egal wie gut man es meint, man sollte es auf jeden Fall lassen.

Das Personal weiß erstens nichts mit dem überschüssigen Geld anzufangen und zweitens ist niemand auf die gut gemeinten Almosen angewiesen.

Ich habe schon Ausländer gesehen, die darauf bestanden, dass das Personal das Trinkgeld gefälligst annehme, denn der Ausländer wollte nicht als knausrig dastehen.

Das Personal wiederum empfand die Geste als grobe Beleidigung, wodurch es zu einer unangenehmen Situation kam, in der zwei Kulturen gewaltvoll aufeinander prallten und das, obwohl von außen betrachtet eigentlich nur 10 Minuten Geld hin und her geschoben wurde.

Und als wäre die Situation nicht schon unangenehm genug gewesen, handelte es sich beim Trinkgeld nur um ein paar mickrige Münzen. Doch keine Seite konnte das Geld an- oder zurücknehmen, weil sonst jede Seite ihren Stolz verletzt sehen würde.

In Japan hat es sich zum Glück nicht so etabliert, dass Kellner nur mithilfe des Trinkgeldes überleben können. Angestellte im Restaurant erhalten ein normales Gehalt und brauchen keine ungefragten Zuwendungen. Und jemandem Trinkgeld zuzustecken fühlt sich für Japaner so an, als würden sie wie ein kranker Gossenhund behandelt, den man ein paar Leckerlis zuwirft. Doch niemand möchte wie ein Tier behandelt werden, oder?

 

8. Regel: Die Izakaya lädt nicht zum Verweilen ein

Ich habe einen Kumpel, dessen goldene Regel es ist, stets der zu sein, der auf Partys mindestens zwei Stunden zu spät kommt. Das funktioniert in Deutschland wunderbar, aber in Japan fällt man mit dieser Methodik gewaltig auf die Nase. Nicht etwa, weil zu spät kommen als unhöflich angesehen würde, sondern weil nach zwei Stunden einfach keiner mehr in der verabredeten Kneipe anzutreffen ist.

In Japan gilt alles Vergängliche als schön und so sind auch rauchige Kneipenabende nur von kurzer Dauer. Im Schnitt etwa dauert so ein Beisammensein 2 Stunden. Das gibt den Teilnehmern die Möglichkeit die Sitzordnung aufzubrechen, Leuten, die keine Lust mehr haben, nachhause zu gehen, oder endlich das Schnuckiputz vom Nachbartisch anzusprechen, nachdem man sich genug Mut angetrunken hat.

Denn nach zwei Stunden geht es zur Nijikai, der Afterparty, bei der sich der harte Kern der Gruppe herauskristallisiert und noch fester zusammenwächst. Außerdem gibt das dem Izakaya-Betreiber die Möglichkeit endlich neue zahlende Kunden ins Haus zu lassen.

Wer also zwei Stunden zu spät kommt oder glaubt es sich die ganze Nacht gemütlich machen zu können, der wird bitter enttäuscht. Auch diejenigen, die zur nächsten Party mitgehen, sollten auf der Hut sein, denn schließlich kommt dann möglicherweise eine weitere Rechnung auf einen zu. Wer die zweite oder gar dritte Party mitmacht, sollte locker mit 100 Euro Ausgaben für den Abend einrechnen.

 

Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt die Izakaya überlebt!

Wenn ihr all die Regeln befolgt, die ich euch ungefragt zugesteckt habe, dann solltet ihr auf jeden Fall in der Lage sein, euch wie ein Fisch durch bekannte Gewässer zu bewegen.

Vor allem werdet ihr euren japanischen Freunden und Begleitern direkt zeigen können, dass ihr es voll drauf habt und euch auf die fremde Kultur vorbereitet habt. Es ist unnötig zu erwähnen, dass das extrem gut ankommen wird.

Wenn ihr noch mehr Tipps habt, dann schreibt diese doch bitte in die Kommentare! Und, habt ihr schon einmal ein paar der Fehler begangen oder bewegt ihr euch wie Profis durch die japanische Kneipenlandschaft?


6 Kommentare

eli · 1. Mai 2018 um 6:26

Das Otooshi ist für Ausländer ungewohnt, es gibt aber auch Kneipen, wo man einmal die Table Charge bezhalt und dafür dann aber das Otooshi so oft nachbestellen kann, wie man möchte. Da kommt man sogar billiger, wenn man viel isst. ^^

    Denny · 2. Mai 2018 um 14:05

    Das ist ja cool. Sowas hatte ich bisher noch nicht erlebt. Wobei es ja früher mal so war, dass das Otooshi kostenlos war, damit der Gast was hatte. Genauso wie früher Trinkgeld im Westen auch verpönt war, bis man es zu einer Notwendigkeit gemacht hat.

Chris · 11. Mai 2018 um 20:37

Oh, da bin ich echt typisch deutsch. Ich fühle mich unwohl wenn man mir was ausgibt und will es gleich wieder gut machen. Auch das Teilen der Rechnung mache ich immer auf den Cent genau. xD Aber ich finde das System in Japan echt toll, vor Allem weil die Gruppe so zusammen wächst und die kleinen Häppchen für alle gemeinsam eine tolle Atmosphäre bieten.

    Denny · 13. Mai 2018 um 10:13

    Ja, in Japan steht auf jeden Fall die Gruppe im Vordergrund, weswegen die Etiquette auch so gehandhabt wird. Ich denke das hat natürlich Vor- und Nachteile. Wenn man sich aber drauf einlässt, kann man einen schönen Abend haben! 😀

Conrad · 25. September 2018 um 13:45

Wie stehts denn damit dem Personal einen auszugeben? Oder auch mal dem ganzen Laden?
Wird das als unhöflich gewertet, oder sogar als überheblich?

An meinem letzten Abend in Fukuoka war ich in einer Mischung aus Restaurant und Kneipe – es gab Fleischspiesschen und Sake/Bier satt. So ca. 10 Gäste und 5 Mann am Grill als Personal, inklusive dem Chef.
Dieser freute sich ganz offensichtlich ein paar deutsche Kunden zu haben. Die anderen Gäste haben uns auch immer mal wieder in kurze Gespräche verwickelt.
Ich hätte da gerne eine Runde Sake für alle springen lassen, war mir aber wie gesagt unsicher ob das nicht falsch ausgelegt wird. Vielleicht könnt ihr mir ja fürs nächste mal einen Tipp geben.

    Denny · 25. September 2018 um 17:26

    Ich glaube dem ganzen Laden einen auszugeben kommt komisch, weil ja jeder mit seiner Gruppe für sich allein da ist. Und wenn dann irgendeiner was ausgibt weiß keiner mehr was abgeht. Japanische Kneipen sind ja eher Restaurants für Gruppen, also ist da nicht viel mit einsam am Tresen sitzen und den Leuten nebenan was ausgeben. Meist sind die Tische auch räumlich getrennt, also in einem extra Zimmer. Deswegen wird Ausgeben logistisch schwer. Wenn du wirklich eine kleine Kneipe erwischst, wo alle an einem Platz sind und sich gut verstehen, dann denke ich geht das schon. Kannst ja sagen ich gebe eine Runde aus als Dank für die Freundlichkeit. Einfach ohne Grund was ausgeben kommt aber schlecht an, da sich die anderen dann genötigt fühlen dir was zurückgeben zu müssen. Wenn du es aber so drehst, dass du vorher was empfangen hast (Freundlichkeit, einen guten Ratschlag), dann kannst du was geben und ihr seid „quitt“. 😀

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