Als das Studium gerade erst begonnen hatte, war soweit alles in Ordnung. Der Abschluss und das Berufsleben waren noch weit entfernt und man musste sich wenig Sorgen machen.

Doch mit voranschreitender Semesteranzahl begannen alle immer unruhiger zu werden. Spätestens im 5. Semester waren alle im Alarmzustand. Das Ende des Studiums rückte immer näher und man musste sich mit der verdrängten Frage auseinandersetzten, was denn eigentlich aus einem werden sollte.

Zumindest theoretisch. Denn alle waren sich in dem Moment bereits einig:

 

Mit Japanologie bekommt man keinen Job.

 

Diese Behauptung wurde irgendwann nicht mehr hinterfragt. Japanologen bekommen keine Jobs, denn das stand damals bereits auf Moses Steintafel. Diese Behauptung ist also kein Clickbait, sondern Naturgesetz. 

Es war auch nicht mehr nur die Gesellschaft, die Freunde oder die Familie, die das ganz frech behaupteten, sondern auch die eigenen Kommilitonen. Leute, die zusammen mit einem studierten und gegen Ende des Studiums mit einem zusammen in Panik verfielen.

Wenn ihr euch auch die anderen Artikel zum Thema „Arbeiten in Japan“ ansehen wollt, dann schaut mal hier: 

Arbeiten in Japan – Mein Weg zum Job 

Arbeiten in Japan – Der japanische Weg 

Arbeiten in Japan – Der internationale Weg

400 Spartaner

Damals, zu unserer Erstsemesterorientierung, wurde uns von einer unserer Senpai folgendes gesagt:

 

„Ihr werdet depressiv werden. Deswegen müsst ihr zusammenhalten.“

 

Als kleiner Erstsemester hatte ich das natürlich nicht verstanden. Denn gerade am Anfang des Studiums war doch alles Friede-Freude-Eierkuchen und jeder Tag war Spaß.

Begonnen hat mein Jahrgang mit 400 tapferen Japanologiestudenten. Doch am Ende waren es dann nur noch etwa eine Handvoll, die wirklich das Ende des Studiums erreicht hatten.

Viele haben angefangen panisch ihr Hauptfach zu wechseln. Natürlich in „irgendwas mit Wirtschaft“, dem heiligen Gral auf dem Jobmarkt.

Oder sie haben eine Ausbildung angefangen. Näher oder so.

Für sie war klar: Hauptsache weg aus der Japanologie. Rette sich wer kann! Der Rest, der von uns übrig war, war nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Illusionen und Visionen aus den Erstsemestertagen waren nun völlig erloschen. An deren Stelle trat die Lethargie.

Wenn man mit Japanologie doch eh keinen Job bekommt, muss man sich ja nicht mehr anstrengen. Und wenn man sich nicht mehr anstrengt, sinken die Chancen auf einen Job. Und wenn man merkt, dass die Chancen sinken, dann wird man noch lethargischer. Wer einmal in diesem Teufelskreis landet, kommt so schnell nicht mehr heraus.

 

Jenseits der Lügen

Irgendwann habe ich dann angefangen zu zweifeln. Ist das denn wirklich so? Werden wir alle keine Jobs kriegen? Ich wendete mich an meine Senpai (nicht „DER“ Senpai! xD) und fragte was denn so aus ihnen geworden war.

Die Antwort darauf war, dass bisher so ziemlich jeder irgendwo untergekommen war. Bei japanischen Wirtschaftszeitungen oder in japanischen Firmen in Deutschland.

Doch diese Antwort befriedigte nur die wenigsten.

Ja gut, vielleicht bekam man ja einen Job, aber doch sicher keinen Guten! Schlecht bezahlte Jobs zählen nicht! Und Jobs, die nicht so viel mit Japan zu tun haben, zählen ja auch nicht!

Man konnte es den Leuten in der Japanologie und denen außerhalb also nicht recht machen. Sie hatten ihr Urteil bereits gefällt und waren nicht mehr bereit ihre Meinung zu ändern. Es ging also nicht mehr darum irgendwo unterzukommen, sondern darum einen super bezahlten, sicheren Job zu bekommen, mit Japanbezug. Aha.

So wie ja BWLer auch alle geile Jobs bekommen und wie Juristen und Mediziner mit Geld fast verschüttet werden. So sollten auch nach dem Japanologiestudium die Diamanten vom Himmel regnen.

Auf weniger wollte sich da keiner einlassen. Doch irgendwann brach Panik aus und es entstand der Eindruck, dass man mit jedem anderen Studiengang einen sicheren und gut bezahlten Job bekäme, nur nicht mit Japanologie.

Da ich damals in der Studienberatung im Service Center gearbeitet habe, konnte ich auch da mal etwas nachforschen.

BWLer, Juristen und Mediziner sind also an der Spitze der Nahrungskette? Doch die Wahrheit, die sich mir zeigte, war alles andere als schön.

 

Die grausame Wahrheit

 

“Liebe Frau Studienberaterin. Was soll ich studieren? Jura oder Erziehungspädagogik?”

 

In beiden Berufen werden Sie wahrscheinlich gleich wenig verdienen, aber Jura hat mehr gesellschaftliches Ansehen.”

 

„Okay. Also dann lieber Jura.“

 

Und was ist mit BWLern? Da alle denken, das wäre der sichere Jobhafen, sind die Hörsäle überfüllt und wer Pech hat landet am Ende in einem Büro als besserer Praktikant. Wenn man bedenkt, dass man dann wohl die meiste Zeit langweilige Excel-Tabellen ausfüllt, ist das auch sehr ernüchternd.

Als ich die Tochter einer Medizinerin auf der Uni-Willkommensparty traf, fragte ich auch da mal. Die sind doch alle steinreich, nicht wahr? Joa.

 

“Das Geld, was ein Arzt von der Krankenkasse bekommt, reicht gerade für die Miete. Alles, was darüber hinaus an Geld reinkommt, bringen die Privatpatienten mit.”

 

Wer sich mal gefragt hat, warum Privatpatienten bevorzugt werden, weiß es jetzt. Und es ist irgendwie ernüchternd, wenn man bedenkt, dass man dafür dann etwa ein Jahrzehnt in Ausbildung gesteckt hat, wenn das Grundgehalt nicht zum Leben reicht.

Sicher sind viele Dinge davon Jammern auf hohem Niveau. Was für den einen wenig Geld ist, ist für den anderen schon viel. Das ist klar.

Doch die einfache Wahrheit, die sich mir hier zeigte, ist, der gesamte Jobmarkt ist unsicher. Alle haben Angst keinen Job zu bekommen oder nur mit einen “schlechten Job” abgespeist zu werden.

Das ganze ist kein Problem der Japanologie. Wenn man bereit ist, endlich mal hinter die Fassaden zu schauen, merkt man, dass es ein gesamtgesellschaftliches Problem ist.

 

Es ist vorbei, bye bye Angestellter auf Lebenszeit

Die Zeiten haben sich geändert. Früher lebten unsere Eltern im Fordismus, einer Wirtschaftsideologie, die besagte, dass man dem Arbeiter Stabilität und soviel Geld geben müsse, damit er wiederum selbst zu einem guten Konsumenten werden könne. Der Arbeiter am Band von Ford sollte sich das Auto, das er zusammenwerkelt, auch realistischerweise irgendwann mal leisten können.

Heute leben wir stattdessen in einer Zeit in der Löhne gedrückt werden, um Produkte möglichst billig anbieten zu können. Konnte man sich früher ein Haus und ein Auto leisten, sind heutzutage viele froh, wenn sie sich die Miete für ihre Wohnung leisten können. Wer oder was daran schuld ist, ob das gut oder schlecht ist, diese Bewertung überlasse ich anderen.

Fakt ist, die Wirtschaft hat sich massiv verändert. Unsere Eltern leben aber oftmals noch in der Vergangenheit, wenn es um die Wirtschaft geht und oftmals beginnen sie einem Vorwürfe zu machen, weil man nicht das Gleiche erreicht wie sie.

 

“In deinem Alter hatte ich schon ein Auto, habe geheiratet und die erste Rate für das Haus bezahlt!”

 

Dabei ignorieren sie, dass die Verhältnisse nun komplett andere sind.

Ich dachte immer, dass das eher so ein Problem der Alten sei, die nicht gemerkt haben, dass sich die Welt weiter gedreht hat. Aber viele junge Leute hängen an den selben Wünschen.

Selbst Japanologen: Sie wollen auch ein Haus, ein Auto, einen Hund und einen Baum pflanzen. Und wenn sie dieses Ideal nicht erreichen, beginnen sie sich selbst Vorwürfe zu machen. Und lethargisch zu werden. Sie folgen den alten Idealen in einer neuen Welt mit anderen Regeln.

Doch heute kriegst du nicht einfach einen Vollzeitvertrag, nach dessen Unterzeichnung man erstmal verschnaufen und es ruhiger angehen lassen kann.

Wunder dich nicht, wenn der Vertrag, den du kriegst, befristet ist (vielleicht ein halbes Jahr oder ein ganzes), weswegen du dich doppelt und dreifach anstrengen musst, um eine Verlängerung zu kriegen.

Das ist auch die Prämisse dessen, was heute die Wirtschaft ausmacht. Du wirst gezwungen dich richtig reinzuhängen und Erfahrungen und Fähigkeiten einzusammeln wie Pacman diese gelben Kugeln im Labyrinth. Und am Ende kann trotzdem noch alles schief gehen, trotz bester Vorbereitung. 

 

Die Zeiten: Abschluss = sicherer Job, sind vorbei. Und zwar für jeden.

 

Obwohl die Wirtschaft in der Realität unsicher und härter geworden ist, leben die Studenten immer noch den Traum von einem sicheren Job, der nach dem Studium auf einen wartet.

Und wenn sie merken, dass sich die Wirklichkeit nicht mit ihrer Illusion deckt, fangen viele an lethargisch zu werden und sich selbst die Schuld zu geben. Und so macht sich die Hoffnungslosigkeit in jungen Leuten breit. Ob etwas Großes aus ihnen hätte werden können oder sie ihren Traum hätten verfolgen können, werden sie nie erfahren, weil sie bereits vorher aufgegeben haben.

Denn sie glauben zu wissen, dass man mit Japanologie keinen Job kriegen wird. Zumindest keiner dieser tollen Jobs, wie ihre Eltern sie früher bekommen haben und der einen gesellschaftliches Prestige verspricht. Und sie haben recht. Sie werden auch keine Jobs kriegen mit dieser Einstellung.

 

Was tun? Kopf in den Sand stecken?

Die einzigen, die ich kenne, die es mit Japanologie geschafft haben, waren die, die sich trotz Unsicherheit zusammen durchgebissen und sich keinen Unsinn erzählen lassen haben. Die genau dann weitergekämpft haben, wenn die Existenzangst am größten war und die Depression schon an die Tür geklopft hat.

Was sonst bleibt einem auch übrig? Wenn man kämpft ist die ganze Sache schon hart genug, aber wie viel Erfolg wirst du haben, wenn du den Kopf in den Sand steckst? Genau, du wirst automatisch scheitern.

Und auch obwohl ich einen verhältnismäßig gut bezahlten, unbefristeten Vollzeitjob in Japan, dank der Japanologie, gefunden habe, versuchen auch heute noch einige Leute meinen Job schlecht zu reden. Denn es ginge doch noch besser. Und obwohl ich alles habe, zwingt man mich, mich schlecht zu fühlen. Menschen sind der Wahnsinn… 

 

Mein gutgemeinter Rat

Lasst euch nicht verunsichern. Haltet zusammen und helft euch gegenseitig aus dem Sumpf, wenn die Zukunftsangst wieder zu groß wird. 

Und vor allem: lernt viel und arbeitet hart. Dieses Japanisch, das ihr da an der Uni lernt, wird nur helfen, wenn ihr es am Ende auch einwandfrei anwenden könnt. Bildet Lerngruppen und tretet euch auch mal gegenseitig in den Arsch.

Gesteht euch ein, dass ihr Angst habt und keine Ahnung habt, was zur Hölle man mit Japanologie einmal werden kann. Das ist normal und sollte euch Motivation sein, um noch härter zu lernen. Denn wenn die Zukunft schon ungewiss ist, dann will man ihr doch nicht unvorbereitet ausgeliefert sein, oder? Denn davor hätte ich noch mehr Angst.

Wenn ihr also schon versucht eure Angst wegzudrücken, dann tut das nicht mit Alkohol oder 5 Staffeln One Piece, sondern lernt noch mehr, anstatt euch in eurem WG-Zimmer einzusperren.

Und wenn ihr doch das Studium abbrechen wollt, dann tut das, weil ihr vom Fach wirklich nicht mehr überzeugt seid und nicht aus Frust oder Panik heraus. Denn das Psychoterrorspiel wird im nächsten Fach wieder von vorne losgehen und ihr werdet euch diesem früher oder später stellen müssen. Es sei denn, ihr wollt euer ganzes Leben davon rennen.

Und vor allem lasst euch nicht einreden, dass ihr keinen Job kriegen werdet. Ich frage mich immer noch, wie das immer wieder frech behauptet wird, aber alle Japanologen um mich herum gut versorgt sind.

Denn auch mal ganz ehrlich: Wenn ihr einwandfrei Englisch und Japanisch könnt, gibt es immer und überall Jobs. Ihr könnt auf der ganzen Welt arbeiten! Und ja, es muss auch nicht immer ein Job bei einer großen Firma sein. Man darf auch durchaus auch mal in einer kleinen Firma anfangen. Und achja, mit seinen Kommilitonen kann man zusammen etwas Eigenes starten, auch wenn gerade in Deutschland viele Angst davor haben. 

Und ihr braucht auch kein Einfamilienhaus oder ein Auto. Ein kleines Apartment und die U-Bahn vor der Tür tun es auch, also warum den Idealen der alten Welt nachrennen?

Was denkt ihr? Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig die Angst nehmen, denn das Leben ist zu kurz, um sich in seinem Zimmer zu verkriechen, weil man Angst vor der Zukunft hat. Schreibt mir doch, was ihr zum Thema denkt. Oder seid ihr immer noch davon überzeugt, dass ihr keinen Job kriegen werdet? 

Wenn ihr euch auch die anderen Artikel zum Thema „Arbeiten in Japan“ ansehen wollt, dann schaut mal hier: 

Arbeiten in Japan – Mein Weg zum Job 

Arbeiten in Japan – Der japanische Weg 

Arbeiten in Japan – Der internationale Weg

Wenn ihr wissen wollt, was sich als Japanologe arbeiten lässt, dann schaut doch mal auf YouTube vorbei!

 

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7 Kommentare

Fritz · 9. April 2018 um 17:48

2009 war ich mal im Goethe-Institut in Tokyo bei einer Podiums-Diskussion, Thema „Japanologie und dann? Wie findet man Arbeit in Japan.“
Ein Japanologe im Publikum meldete sich und meinte, dass er nun zwar den Genji rezitieren könnte, aber trotzdem keine Arbeit findet. Auf der Bühne antwortete ein Mann aus der Wirtschaft, der heute immer noch in Tokyo ist, und meinte, dass sein einziger Skill sei, Japanisch zu können. Das könnten in Japan aber viele. Von daher ist seine Empfehlung, Japanisch + eine andere Fertigkeit zu beherschen, mit der man arbeiten kann.

    Denny · 11. April 2018 um 5:07

    Danke für diese Anekdote! Genau so sieht das Problem aus. Das ist übrigens auch meine Empfehlung: Eigne dir Hardskills an und kombiniere die mit Japanisch. Das wird dich besonders machen. Dazu habe ich auch noch ein paar Blogartikel im Petto, die hoffentlich bald kommen werden! 😀

Mika · 10. April 2018 um 21:31

Toller Artikel. Ich musste so schmunzeln. Dieser unterschwellige Humor in jedem Satz zu Beginn und dann der Umschwung zur Ernsthaftigkeit. Wirklich gut gelungen.
Meine Erfahrung ist, dass man nicht immer den Weg gehen muss, der Standard ist. Gerade als Japanologie StudentIn entscheidet man sich ja so oder so für eine nicht alltägliche Studienrichtung. Dass dann Fragen gestellt werden und die Umgebung Zweifel hat, finde ich sogar normal. Die Meisten haben einfach gar keine Ahnung und was man nicht kennt, yoah, das ist dann halt doof oder nicht ertragreich.

Ich kenne persönlich auch keinen, der nach einem zügig und gut abgeschlossenen Japanologie Studium ohne Arbeit geblieben ist. Meistens sammelt man im Studium Erfahrung durch Praktika, Nebenjobs oder die eigenen Interessen. Dadurch qualifiziert man sich zusätzlich. Erfolgreich im Studium zu sein, gibt einem außerdem den Mut, sich Alternativen zu überlegen. Ich konnte zum Beispiel endlich die Entscheidung treffen, keinen Vollzeitjob anzustreben, sondern einen Teilzeitjob, damit ich nebenbei Bücher schreiben kann. Mein Traum seit Kindertagen. Das war ein Befreiungsschlag, der nur durch das Studium möglich gewesen ist.

Und zum Jobfinden … ob der Brotjob, den ich mache, nun gesellschaftlich besonders anerkannt ist oder nicht, ist total egal. Was zählt ist, dass ich damit zufrieden bin. Auf die Revolution der Japanologen! YEAH! Ist doch langweilig, wenn alle Haus, Auto und Garten haben. Mein selbst gepflegtes Bäumchen steht in einem Topf auf dem Balkon und wurde aus freier berliner Wildbahn ‚gerettet‘. Jeder wie er will. 🙂

    Denny · 14. Mai 2018 um 4:53

    Da hast du vollkommen recht. Am Ende des Tages geht es doch darum selbst glücklich zu werden. Natürlich sollte man trotzdem mal in sich gehen und herausfinden, was man vom eigenen Leben eigentlich erwartet und einige Sachen ausprobiert. Aber das gilt eigentlich auch für jeden Studiengang, denn so klar ist die eigene Zukunft nirgends. Man muss immer kämpfen.

Nessy · 13. Mai 2018 um 20:29

Vielen Dank für die Erinnerung daran, dass die Welt sich verändert hat und ich nicht die gleichen Ziele verfolgen muss, die die ältere Generation hatte. Das Japanologie Studium ist für mich noch grob gerechnet zwei Jahre entfernt, dennoch plagen mich jetzt schon ein paar Zweifel und es fällt mir schwer an meinen Zielen festzuhalten. Aber dein Artikel hat mir wieder mehr Mut und Zuversicht gegeben, sodass ich wieder etwas motivierter in die Zukunft schauen kann.
Also, vielen Dank nochmal, dass du deine Erfahrungen mit uns allen teilst! 🙂

    Denny · 14. Mai 2018 um 4:50

    Ja, die Welt hat sich bereits weiter gedreht, aber viele, vor allem ältere Semester, legen ihre alten Maßstäbe an einem an und machen einem ein schlechtes Gewissen. Dabei sind deren Ideale mehrere Jahrzehnte alt. :/ Aber gut, am Ende muss man ja selbst klarkommen in dieser Welt und das Beste draus machen. 😀

Maxie Pickert · 31. Mai 2018 um 4:57

Ich war letztes Jahr im September mit der Uni fertig und war auf Arbeitssuche. Der beste Rat den ich euch geben kann ist, macht euch ein sehr gutes Profil auf LinkedIn. Schreibt dort ein paar Artikel, postet mein paar Sachen. Und dann fangt an euch ein Network aufzubauen. Es hilft sehr viel mit Leuten zu sprechen oder sich mit Leuten in der Branche auf einen Kaffee zu treffen. Es gibt auch sehr viele Recruiter, die sich auf Ausländer spezialisiert haben. Die ganzen japanischen Veranstaltungen könnt ihr vergessen. Viel Erfolg! Maxie

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